Tipps gegen Nasenbluten in der Schwangerschaft

Epistaxis in der Regel harmlos da typisches Schwangerschaftssymptom

Viele Schwangere kämpfen in der Schwangerschaft nicht nur gegen die Übelkeit, sondern haben auch öfters Nasenbluten. Scheinbar plötzlich kommt das Blut aus der Nase gelaufen, ohne dass man etwas gemacht hätte. Dann kommen natürlich Fragen  auf: Woher kommt das Nasenbluten? Schadet es mir und dem Ungeborenen? Was kann ich dagegen tun? Die trimeda-Redaktion klärt auf!

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In der Regel ist häufigeres Nasenbluten in der Schwangerschaft harmlos.

 

Eins gleich vorweg: In der Regel ist Nasenbluten in der Schwangerschaft vollkommen harmlos, denn unter Experten gilt die Epistaxis als ein typisches Schwangerschaftssymptom. Dennoch sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt über das Problem reden. Er wird abklären, ob es möglicherweise noch andere Ursachen wie erhöhten Blutdruck oder eine Blutgerinnungsstörung sind.

 

Nasenbluten ist ein typisches Schwangerschaftssymptom

Nasenbluten gilt deshalb als harmloses Schwangerschaftssymptom, da die „anderen Umstände“ für eine bessere Durchblutung aller Schleimhäute sorgen, die dadurch anschwellen. Viele Schwangere klagen daher auch über eine verstopfte Nase, so als hätten sie eine Erkältung ohne weitere Erkältungssymptome. Die besser durchblutete Nasenschleimhaut neigt aber leider auch dazu, schneller aufzureißen – gerade im Winter. Denn hier kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der das Nasenbluten verstärkt: Die trockene Raumluft trocknet die Schleimhäute aus und sorgt für kleinere Risse.

 

Nasenbluten in der Schwangerschaft vorbeugen

Der wichtigste Tipp vorab: Sorgen Sie dafür, dass die Nasenschleimhäute nicht austrocknen. Achten Sie zum einen darauf, dass Sie mindestens zwei Liter trinken und zum anderen, dass ein angenehmes Raumklima in der Wohnung herrscht. Versuchen Sie eine Überheizung der Räume zu vermeiden. Stellen Sie notfalls eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung. Auch Grünpflanzen verdunsten Wasser und sorgen so für eine gesunde Luftfeuchte, die als Richtwert zwischen 40 und 60 Prozent liegen sollte. Ein Hygrometer kostet nicht die Welt und hilft Ihnen, die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.

Gegen das Symptom der verstopften Nase hilft ein abschwellendes Nasenspray auf Kochsalz-Basis. Ärzte und Hebammen empfehlen auch Nasenduschen, aber das mag nicht jedermanns Sache sein. Auch kann eine vorsichtig aufgetragene Nasensalbe das Aufreißen der Nasenschleimhaut. Der Wirkstoff Dexpanthenol lässt kleine Wunden schneller abheilen.

 

 

Erste Hilfe: Was tun bei Nasenbluten in der Schwangerschaft?

Wenn Sie sich schnäuzen müssen, versuchen Sie „nicht zu trompeten“. Kommt es trotz aller Maßnahmen dennoch zum Nasenbluten, dann setzen Sie sich nach Möglichkeit aufrecht hin und lassen Sie es einfach laufen. Früher wurde empfohlen, den Kopf in den Nacken zu legen, um die Blutung schneller zu stillen. Doch dies kann dazu führen, dass Blut und Sekret in den Hals läuft und z. B. in die Atemwege gelangt. Die gleiche Gefahr besteht, wenn Sie sich hinlegen.

Wenn Sie zur Hand haben, können Sie jedoch vorsichtig eine kalte Kompresse in den Nacken legen. Die Kälte sorgt dafür, dass sich die Gefäße etwas zusammenziehen und daher der Blutfluss verringert wird.

Ist die Blutung sehr stark, so hilft es vielfach auch, für 10 Minuten mit Daumen und Zeigefinger den betroffenen Nasenflügel zusammenzudrücken.

 

Mit diesen Tipps kommen Sie problemlos über die Schwangerschaft. Bald nach der Entbindung hören die Probleme auf, da sich das Hormonsystem wieder umstellt.

 

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