Typenabhängige Diäten

Abnehmen: Eine Frage des Typs

Vornehmlich in den USA wurden in den vergangenen Jahren Diäten entwickelt, deren Ernährungsvorschriften abhängig sind vom Stoffwechseltyp. Demnach komme es beispielsweise darauf an, welcher Blutgruppe man angehört oder wie schnell der eigene Körper Fett verbrennt.

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Ob man durchaus mal bei Plätzchen und Co zulangen darf, soll abhängig vom jeweiligen Typ sein – der eine verbrennt Kalorien schneller, beim anderen ist der Stoffwechsel sehr behäbig. Bei den typabhängigen Diäten wird auf diese Unterschiede Rücksicht genommen.

 

Die wichtigsten typenabhängigen Diäten sind:

 

 

Blutgruppen-Diät

Die Blutgruppen-Diät wurde von einem amerikanischen Mediziner entwickelt. Er war der Ansicht, dass jeder Mensch nur bestimmte Lebensmittel essen dürfe, abhängig von der Blutgruppe. Einige Lebensmittel seien schlecht für eine bestimmte Blutgruppe, andere gut. Die Blutgruppen-Diät ist wissenschaftlich nicht vertretbar, weil die Wirkung nicht bewiesen wurde. Zudem ist sie umständlich und im Alltag kaum umsetzbar.

 

Makrobiotik

Unter Makrobiotik verstand der Ernährungswissenschaftler Dr. Hufeland im 19. Jahrhundert schlicht eine ausgewogene Ernährung. Heute verstehen Verfechter dieser Diätform darunter eine vegane Ernährung. Verzichtet werden soll auf jegliche tierische Erzeugnisse (auch Eier, Milch, Joghurt) sowie auf Konservenprodukte, die Nahrung sollte möglichst salzhaltig sein und das Gemüse nur gegart werden. Trinken sollte man wenig. Möglich ist auch, dass 50% der Nahrung aus Vollgetreide besteht. Die heutige Makrobiotik hat ihren Ursprung im Zen-Buddhismus und soll ein Gleichgewicht schaffen zwischen Yin und Yang.

Moderne Mediziner halten die Makrobiotik in ihrer heutigen Form für wirkungslos und sogar gefährlich, weil sie Mangelerscheinungen fördert.

 

Metabolic Typing

Auch diese Diätform stammt aus den USA und funktioniert ähnlich wie die Blutgruppen-Diät, nur ohne Blutgruppe. Entscheidend beim Metabolic Typing ist der Stoffwechseltyp. Unterschieden wird zwischen langsamen und schnellen Verbrennern. Je nachdem, welcher Stoffwechseltyp man ist, wird die Ernährung diesem Typ angepasst. Hier kommt es an auf das Verhältnis von Eiweiß und Kohlenhydraten in der Nahrung an. Welcher Typ man ist, wird zuvor mithilfe langer Fragebögen ermittelt.

Die Idee, die hinter Metabolic Typing steckt, ist gut. Allerdings konnte weder die Wirkung wissenschaftlich bestätigt werden, noch sind sich Mediziner sicher, ob die Erfinderin der Diät, die Ernährungsberaterin Ann Louise Gittleman, die Fragebögen sorgfältig und wissenschaftlich ausgearbeitet hat, sodass am Ende der tatsächliche Stoffwechseltyp bestimmt werden kann.

 

Volumetrics-Diät

Schon im Namen steckt das Prinzip der Volumetrics-Diät. Barbara Rolls, die Erfinderin dieser Diät, behauptet, dass es nicht auf die Kalorien ankommt, sondern vielmehr auf das Volumen der Lebensmittel. Entscheidend sei die Menge des Nahrungsmittels und nicht dessen Kaloriengehalt. Wer Lebensmittel mit geringem Volumen isst, spürt kein Hungergefühl und nimmt zugleich weniger Kalorien auf. Mit der Volumetrics-Diät sollen Sie aus diesem Grund Ihr Übergewicht verlieren.

Lebensmittel mit einer hohen Dichte (Volumen) enthalten besonders minderwertige Fette. Man spricht von getrockneten Nahrungsmitteln. Dazu gehören etwa Wurst (Salami), Käse (Parmesan) und Butter sowie Pizza, Chips, Schokolade und Pommes frites. Geringes Volumen haben die Lebensmittel, die viel Wasser enthalten, etwa Obst und Gemüse. Gut sind auch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte. Auch Fisch oder Pflanzenöle sollen auf dem Speiseplan stehen. Zudem müssen Sie viel Wasser trinken, laut Volumetrics-Experten können Sie allein deshalb abnehmen, wenn Sie täglich zwei Liter Wasser trinken.

Die Volumetrics-Diät entspricht etwa den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Nach der Volumetrics-Diät sollen Lebensmittel nicht mehr als 1,25 Kilokalorien pro Gramm enthalten.

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