Urban Gardening: Grüne Oasen erschaffen in der Stadt

Unsere Städte werden grüner, bunter & lässiger

Die Zeiten, wo Natur und Stadt einfach nicht zusammenpassen wollten, sind längst vorbei. Die Menschen in der Stadt holen sich Stück für Stück die Natur zurück. Ein Trend, an dem man einfach nicht mehr vorbeikommt, heißt: Urban Gardening. Diese moderne Form des Gärtnerns ist in aller Munde. Überall auf Balkons und Terrassen grünt und blüht es.

© shimulnath / pixabay.com

Die Stadt muss nicht grau und asphaltiert sein. Sie kann auch grün und bunt erstrahlen. Für Anhänger des Urban Gardenings ist das Motto Programm: Ist der Balkon auch noch zu klein, ein Blumenparadies muss es sein.

 

Längst werden aber nicht mehr Geranien und Petunien im Balkonkasten gezogen, sondern Erdbeeren und Salat. Tomaten und Gurken wachsen vor Hauswänden, wo früher bestenfalls ein wilder Holunderbusch ein tristes Dasein fristete. Auch hängende Gärten, die die Außenfassaden von Wohnhäusern begrünen, sind ein Teil der Urban Gardening-Bewegung. Immer mehr Großstädter treffen sich auch auf Brachflächen sowie öffentlichen Flächen und legen hier kleine Beete zum Obst- und Gemüseanbau an. Die urbane Gartenbewegung besinnt sich zurück auf die Naturverbundenheit, die schon die Schreberbewegung für sich entdeckte. Großstadtflair und ländliches Ambiente sollen keine gegensätzlichen Pole mehr sein. Urban Gardening beweist, dass beides möglich ist.

 

Förderung eines neuen Gemeinschaftsgefühls

Die Großstadtgärtner haben mit ihrer Gartenbewegung eine völlig neue Form der Gemeinschaftsarbeit geschaffen. Das städtische Umfeld wird beim Urban Gardening als Begegnungsort genutzt. Freunde, Familie und Bekannte werden mit eingespannt. Die Erfolge stellen sich meist recht schnell ein: hässliche Brachflächen und vernachlässigte Stadtgebiete strahlen als bald in einem grüneren und dank der Blumen auch in einem bunteren Licht. Großstädte wie Berlin oder Köln profitieren von diesem Trend, der bereits fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen geworden ist. Triste Quartiere wandeln sich in wahre Pflanzenparadiese. Die Kombination aus Natur und Stadt baut Grenzen ab, denn Jung und Alt, Yuppie und Alternativer bzw. Hartz IVer und Unternehmer arbeiten Hand in Hand zusammen. Mit der Rückbesinnung auf die Natur hält ein anderer, man möchte fast sagen, gelassenerer Lebensstil Einzug in unsere Städte.

 

 

Stadtgemüse: Gesund und lecker?

Eine Schattenseite hat das Urban Gardening. Diese sollte man auch nicht verschweigen. Die blühenden Felder entstehen meist auf Brachflächen alter Industriegebäude. Denn die Bewegung ging einst aus dem Guerilla Gardening hervor. Die Früchte der Gartenarbeit sollten daher mit Vorsicht genossen werden. Es ist schon vorgekommen, dass sämtliche Grenzwerte für EU-Lebensmittel überschritten wurden. Man weiß nämlich nicht unbedingt, welche Altlasten an Schwermetallen und Giftstoffen sich dort im Boden im Laufe der Produktion ansammelten. Auch wenn das Stadtgemüse und Stadtobst direkt an einer vielbefahrenen städtischen Autobahn angebaut wird, muss leider mit Rückständen gerechnet werden. Deswegen gilt: Alles sollte vor dem Verzehr gut abgewaschen werden. Natürlich gibt es Möglichkeiten, die Stadtstoffbelastung zu reduzieren: Der Bau von Hochbeeten wären eine Möglichkeit. Dann haben die Blumen und Pflanzen keinen Kontakt mehr zum möglicherweise kontaminierten Boden. Eine gepflanzte Hecke zwischen Straße und angebauten Gemüse reduziert ebenfalls beträchtlich die Belastungen.

 

Arbeit an der frischen Luft: Gut für die Gesundheit und Seele

Gesundheitsexperten sehen die Urban Gardening-Bewegung sehr positiv. Sie ermutigen Hobbygärtner, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Denn die Arbeit an der frischen Luft ist ein ideales Ganzkörpertraining und damit eine gute Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gartenarbeit hilft außerdem, Stress abzubauen und neue Kraft zu tanken. Jeder Kleingärtner wird bestätigen, dass das „Garteln“ ein wahrer Jungbrunnen ist.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.