Verstopfte Arterien: Bewegung ist besser als OP!

Geh-Therapie gegen Schaufensterkrankheit

Es gibt viele Gründe für verstopfte Arterien in den Beinen. Meistens ist die Krankheit äußerst schmerzhaft. In extrem schlimmen Fällen droht sogar die Amputation. Doch jetzt zeigt eine neue Geh-Therapie bessere Wirkung als eine gefäßerweiternde Operation.

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Gegen verstopfte Gefäße in den Beinen hilft offenbar ein einfaches Rezept: Bewegung.

 

Die so genannte „Schaufensterkrankheit“ ist äußerst schmerzhaft. In der Fachsprache ist von einer periphere arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) die Rede – egal wie die Krankheit genannt wird, sie ist schmerzhaft. Bei längeren Strecken zu Fuß entstehen bei den Patienten starke Schmerzen in den Beinen. Daher legen sie oft Pausen beim Laufen ein – so hat sich der Name Schaufensterkrankheit etabliert.

 

Amputation, OP oder Therapie?

Ein dritter Name der Krankheit lautet „Raucherbein“ – das lässt auch schon auf die Hauptursache der Schmerzen schließen – die Glimmstängel. Wenn die Durchblutung im Bein komplett zusammenbricht droht eine Amputation. Eine weitere Möglichkeit ist ein so genannter Bypass. Dabei wird quasi eine Art neuer Weg für das Blut gelegt.

 

Schaufensterkrankheit: Lauftherapie zeigt Wirkung

Doch es gibt noch einen dritten Weg, der ohne Operation auskommt: die Lauf-Therapie. Sie wurde von Wissenschaftlern in Rhode Island entwickelt. Sie untersuchten, die Erfolgschance der Geh-Therapie im Vergleich zu Operationen.

Dabei wurde einer Forschungsgruppe zusätzlich ein Stent in die Gefäße eingesetzt, der die Arterien im Laufe der Therapie zusätzlich weiten sollte. Das Ergebnis zeigte: Als am effektivsten erwies sich dabei die Geh-Therapie ohne Stent. Da die Arterie dauerhaft verstopft ist, suchte sich das Blut einen Weg über Umwege. Es entstand so quasi eine Art natürlicher Bypass.

 

pAVK: Disziplin ist wichtig

Wichtig beim Geh-Training ist die Disziplin. Die vorgegebene Strecke muss mehrmals täglich absolviert werden, sonst zeigt die Therapie keinen Effekt. Wer sich zu sehr ausruht oder gerne Mal ein Training ausfallen lässt, hat schlechte Chancen auf Heilung.

In Deutschland leiden etwa 15 bis 20 Prozent aller Menschen über 70 Jahren an einer pAVK. Neben dem Rauchen ist auch die „Arterienverkalkung“ ein Hauptgrund für die schmerzhafte Krankheit.

 

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