Vertikale Gärten

Grüne Wände für draußen und drinnen

Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit sind Themen, die in der heutigen Zeit wichtiger sind denn je. Sie nehmen auch in eher technischen Bereichen einen immer höheren Stellenwert ein. So steigt zum Beispiel die Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Energiesparhäuser sind auf dem Vormarsch und begrünte Dächer ein erfolgreicher Trend im Bauwesen. Kein Wunder also, dass findige Unternehmer und Botaniker stets auf der Suche nach neuen, innovativen Lösungen sind, Gebäude „grün“ zu gestalten und Pflanzen auch an bisher für unmöglich gehaltenen Stellen zu integrieren. Der neue Trend hierbei sind die sogenannten vertikalen Gärten.

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Stadtplaner haben die vertikalen Gärten entdeckt, denn sie lösen viele Probleme: Sie sorgen für bessere Luft und ein gesünderes Klima, bieten wenig Angriffsfläche für Vandalismus und gut aussehen, tun sie auch noch.

 

Vertikale Gärten: Platzsparend und vielfältig

Unter dem Begriff „Vertikale Gärten“ werden bepflanzte und bewachsene architektonische Elemente verstanden, die sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich zum Einsatz kommen. Dort, wo kein Platz für Pflanzungen im herkömmlichen Sinne ist, sind grüne Mauern und Wände eine effektive Möglichkeit, Lärm und Feinstaub zu absorbieren oder ein besseres Raumklima zu schaffen. Der große Vorteil der vertikalen Gärten ist, dass sie kaum Fläche verbrauchen, die Pflanzen trotzdem gut wachsen und aktiv zur Sauerstoffbildung beitragen.

Vertikale Gärten finden im Outdoor-Bereich als Gestaltungselemente Verwendung und dienen beispielsweise dazu, Wege, Vorplätze oder Sitzbereiche zu gliedern. Auch als Sichtschutz zum Nachbargrundstück oder als Abtrennung des Firmenparkplatzes sind sie ideal geeignet. In privaten Gärten lässt sich zum Beispiel die Garagenwand begrünen, die Sicht auf die Mülltonnen verbergen oder der Kompost verstecken. Hinzu kommt, dass eine grün bewachsene Wand kaum „Angriffsfläche“ für Vandalismus, ungenehmigte Plakate oder Graffitis bietet.

Auch im Indoor-Bereich lassen sich vertikale Garten-Elemente hervorragend integrieren. In Eingangshallen oder Treppenhäusern, Lounges oder Cafeterien verbessern begrünte Wände spürbar das Raumklima: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, binden Staub und schlucken Lärm. Gleichzeitig sind sie immer auch ein optischer Blickfang, der dem Auge Ruhe bietet.

 

 

Wandgarten oder „Hecke am laufenden Meter“

Besonders praktisch für den privaten Garten ist das Prinzip der „Hecke am laufenden Meter“. Vorgezogene Pflanzen mit Rankgittern oder Haltekonstruktion sind als Meterware in Baumärkten zu bekommen. Einfach zu handhaben sind auch sogenannte „Live Panels“. Mit diesen in unterschiedlichen Größen erhältlichen Elementen lässt sich ein richtiger Wandgarten gestalten. Ist es Ihnen zu schwierig, die einzelnen Fächer selbst zu bepflanzen oder kennen Sie sich mit der Pflanzenauswahl nicht aus, haben Sie auch die Möglichkeit, fertig bepflanzte und bereits vorgezogene Panels zu bestellen. Eine fantasievoll gestaltete Garagenwand oder eine heimelige Sitzecke im Garten lässt sich auf diese Weise genauso unkompliziert verwirklichen wie ein Kräuterbeet direkt in der Küche oder eine Dschungelwand im Badezimmer.

 

 

Ob Minigarten im Bilderrahmenformat, eine ganze Wand oder eine Säule – die vertikalen Gärten sind in der Regel mit einem integrierten Bewässerungssystem ausgestattet und mit speziellem Pflanzensubstrat gefüllt, das die Pflanzen ideal mit Nährstoffen versorgt. Um Wasserschäden vorzubeugen und die Be- und Entwässerung richtig einzustellen, ist es ratsam, die Installation eines vertikalen Gartens von einem Fachmann vornehmen zu lassen.