Vier Mythen über Kaffee

Wir räumen auf mit den Vorurteilen gegenüber dem beliebten Getränk

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Manch einer fühlt sich gar erst nach der ersten Tasse starken Morgenkaffees als ganzer Mensch. Gleichzeitig kursieren jedoch zahlreiche Mythen darüber, weshalb der Kaffeegenuss nachteilig für Körper und Geist sei. Was ist dran an diesen Vorurteilen gegen das koffeinhaltige Gebräu? Die wichtigsten Mythen lassen sich mit etwas Recherche und gesundem Menschenverstand schnell entzaubern.

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Um den Kaffee-Konsum ranken sich viele Mythen. Hier finden Sie Antworten auf vier typische Fragen.

 

Kaffee-Mythos 1: Kaffeegenuss ist ungesund – besonders für Schwangere

Die Annahme, dass das Kaffeetrinken generell ein ungesundes Laster sei, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Durch Kaffee Gesundheit beziehungsweise Wohlbefinden zu beeinflussen, funktioniert sogar recht gut: Denn das Koffein sorgt dafür, dass die Gefäße erweitert werden. Dadurch kann es beispielsweise lindernd bei Kopfschmerzen oder auch Asthma wirken. Selbst für Schwangere gilt daher: Kaffeegenuss ist nicht generell verboten – sollte jedoch in Maßen erfolgen, da der Fötus den Wirkstoff Koffein nicht abbauen kann.

 

Kaffee-Mythos 2: Kaffee entwässert

Auch diese weit verbreitete Annahme ist inzwischen weitgehend widerlegt. Es stimmt zwar, dass bei Menschen, die selten Kaffee trinken, das Koffein im Getränk harntreibend wirkt. Wer jedoch regelmäßig zum Kaffee greift, der gewöhnt seinen Körper schnell an die Koffeinzufuhr. Ein entwässernde Wirkung tritt nicht ein.

 

Kaffee-Mythos 3: Kaffee macht abhängig

Dieser Mythos ist zumindest im Ansatz wahr. Denn bei regelmäßigem Kaffeekonsum tritt, wie beschrieben, ein Gewöhnungseffekt ein – und gewissermaßen eine Erwartungshaltung des Körpers. Bleibt dann die Koffeinzufuhr aus, macht sich das durchaus im Stimmungsbild bemerkbar: Man wird gereizt, müde und kann sich schwer konzentrieren. Hierbei spielt die Menge des zugeführten Koffeins eine wichtige Rolle: Vieltrinker, die gewohnheitsmäßig sechs oder mehr Tassen Kaffee am Tag zu sich nehmen, spüren die Entzugserscheinungen bei Kaffee-Abstinenz viel deutlicher als Wenig-Trinker. Allerdings ist das Phänomen eher eine Gewöhnung als eine Abhängigkeit.

 

 

Kaffee-Mythos 4: Kaffee ist schlecht für den Magen

Auch dies ist lediglich ein Vorurteil. Tatsächlich ist es zwar gar nicht so selten, dass Menschen nach dem Kaffeegenuss über Sodbrennen oder ähnliche Beschwerden klagen. Allerdings liegt dies nicht am Getränk beziehungsweise dem darin enthaltenen Koffein – sondern an der Zubereitungsart. Zum einen umfasst dies die Art der Röstung und zum anderen die des Brühens. Denn frisch gebrühter Kaffee enthält zahlreiche Fettsäuren – und die reizen tatsächlich den Magen. Allerdings lässt sich diesem Phänomen schnell abhelfen: Durch das richtige Brühsystem nämlich. Schon Filterpapier sorgt dafür, dass die reizenden Säuren nicht ins Getränk gelangen. Zudem empfiehlt es sich, beim Kauf des Kaffees auf das Röstverfahren zu achten, mit dem er hergestellt wurde: Am besten und magenschonendsten sind Sorten, die im Trommelröstverfahren geröstet wurden. Bei rund 200 °C wird dabei im ca. 20 Minuten dauernden Röstprozess dem Kaffee die Säure ausgetrieben.

 

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