Vitamin D-Mangel: Symptome und Vorsorge

Warum Sonne wichtig für gesunde Knochen ist

Das fettlösliche Vitamin D, auch Kalziferol genannt, wird mithilfe von Sonnenlicht und Vitaminvorstufen zu 90 % im Körper gebildet. Die Vitaminvorstufen, sogenannte Provitamine, sind Vitamin D2 und Vitamin D3. Da die Sonne nicht durchgehend bei uns scheint, müssen wir versuchen, Vitamin D zusätzlich mit unserer Nahrung aufzunehmen.

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Ein Sonnenbad beugt Vitamin-D-Mangel vor. Jedoch macht auch hier die Dosis das Gift, denn zu langes Sonnenbaden führt zu Sonnenbrand und dieser wiederum erhöht das Hautkrebs-Risiko.

 

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der Tagesbedarf eines Erwachsenen bei 0,005 mg (5 µg), aber nur, wenn nicht ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist. Säuglinge und alte Menschen brauchen 0,01 mg (10 µg). Enthalten ist Vitamin D in Butter, Eigelb, Käse, grünem Gemüse, Sesam oder im Leberfett von Meeresfischen. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und ist daher wichtig für das Zahn- und Knochenwachstum. Denn das Kalzium lagert sich ein in den Knochen, die dadurch hart und fest werden.

 

Die Folgen eines Vitamin-D-Mangels

Vitamin D ist wichtig für unsere Knochen. Um ernsthafte Erkrankungen vorzubeugen, sollten wir stets darauf achten, genügend Vitamin D mit unserer Nahrung aufzunehmen. Ein Mangel an Vitamin D kann zu Knochenschwund (Osteoporose) führen. Auch eine Knochenerweichung (Osteomalazie) geht meistens zurück auf einen Vitamin-D-Mangel. Auch die Rachitis bei Kindern ist Folge eines Vitamin-D-Mangels. Rachitis führt zu Verformungen der Beine und Wirbelsäule, zu Fehlbildungen und zu geringer Muskelkraft.

Die Knochenerweichung bei Erwachsenen macht sich bemerkbar durch Muskelschwäche, Knochenschmerzen oder verformte Knie- und Hüftgelenke. Besonders bei älteren Menschen tritt Osteomalazie häufig auf, da laut Medizinern etwa die Hälfte aller alten Menschen in Deutschland einen Vitamin-D-Mangel haben. Zurückzuführen ist das auf Nierenbeschwerden, Leberzirrhose und Darmerkrankungen sowie auf bestimmte Medikamente.

 

 

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Ältere Menschen vom 65. Lebensjahr an sollten mehr Vitamin D einnehmen, weil der Körper in diesem Alter nicht mehr genügend Vitamin D bilden kann. Auch Vegetarier und vor allem Veganer müssen verstärkt Vitamin D über die Nahrung aufnehmen oder sind angewiesen auf Nahrungsergänzungsmittel.

Grundsätzlich kann der Körper Vitamin D selbst bilden. In der Haut wird mithilfe von Sonnenlicht das Provitamin D3 gebildet, das in Leber und Niere in Vitamin D umgewandelt wird. Ob die Menge im Körper allerdings reicht, hängt ab von der Dauer der Sonnenstrahlung. Je länger die Sonne scheint und je öfter Sie sich bei Sonnenschein draußen aufhalten, desto mehr Vitamin D kann Ihr Körper bilden. Es hängt auch davon ab, wo Sie leben. In Australien reichen Ihnen zehn Minuten Sonne, in nördlichen Ländern kann der tägliche Vitamin-D-Bedarf nicht über das Sonnenlicht gedeckt werden.

Wer sich nicht lange draußen aufhält, das betrifft vor allem alte Menschen, muss Vitamin D zusätzlich mit der Nahrung aufnehmen, in einigen Fällen auch über Nahrungsergänzungsmittel. Ihr Arzt verschreibt Ihnen Vitamin D3, bis Ihre Blutwerte so gut sind, dass Sie wieder ausreichend Kalzium aufnehmen können. Wichtig ist, dass Sie sich zusätzlich möglichst oft bei Tageslicht an der frischen Luft bewegen und kalziumreiche Nahrung aufnehmen. Kalzium ist enthalten in Milchprodukten, Vollkorngetreide, Obst, Fisch und Hülsenfrüchten.

 

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