Vögel: Frühlingsboten der Lüfte

Amsel, Drossel, Fink und Star …

Im Frühling erwacht die Natur jedes Jahr aufs Neue zum Leben. Die ersten Blumen stecken ihre Köpfe aus der Erde, die Sonne gewinnt an Kraft und die Vögel fangen an, nach Zweigen für ihre Nester zu suchen. Überall liegt Gezwitscher in der Luft. Pflanzen und Vögel spüren, wenn der Winter vorüber ist, und werden von uns Menschen zu Recht als Frühlingsboten wahrgenommen. Ob Vögel, die bei uns überwintern, oder zurückgekehrte Zugvögel: Hier erfahren Sie, welche von ihnen den Titel „Frühlingsbote“ ganz besonders verdienen.

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Wenn die Störche aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückkehren, ist dies ein untrügliches Zeichen, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Doch auch viele andere Vögel sind gefiederte Frühlingsboten.

 

Wenn der Klapperstorch kommt

Anfang März kommen die ersten Weißstörche aus dem warmen Afrika zurück zu ihren Brutplätzen in Deutschland. Die charakteristische, schlanke Silhouette des „Klapperstorchs“, die sich auf dem großen Nest hoch oben auf dem Dachfirst erhebt, steht nicht nur symbolhaft für Kindersegen, sondern kündigt auch die warme Jahreszeit an. Weitere Frühlingsboten sind Kraniche oder Stare, die ebenfalls im März nach Nordeuropa zurückkehren. Vielerorts stehen in Deutschland inzwischen die Rastplätze der Zugvögel unter Schutz, sodass ihre Zahl wieder zugenommen hat. So lassen sich Kraniche zum Beispiel in der Diepholzer Moorniederung an der Ostseeküste bei Zingst und Rügen sowie westlich von Berlin beobachten.

 

Frühlingsgefühle bringen die Vögel zum Singen

Es sind die Frühlingsgefühle – oder weniger poetisch gesagt – die Hormone, die die Singvögel dazu veranlassen im Frühling ihr Lied erschallen zu lassen. Der Gesang ist Teil ihres Balzverhaltens, das unter anderem abhängig ist von Tageslicht und Temperatur. Schon im Februar werden die Tage spürbar länger und schon an den ersten sonnig-warmen Tagen stimmen die Frühlingsboten ihr unverwechselbares Gezwitscher an.

 

 

Die Frühlingsboten am Gesang unterscheiden

Ein häufig in Mitteleuropa vorkommender Singvogel ist der Grünfink, der morgens schon etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang seinen trillernden Gesang anstimmt. Fast kunstvoll ist der wehmütige, beinah melancholische Gesang des Rotkehlchens zu nennen, das schon in den frühsten Morgenstunden zu hören ist. „Zi zi zi zi zieh zieh zieh ziebirie“ macht der Buchfink, der besonders ausdauernd singt. Seinen Namen hat der Frühlingsbote von dem typischen „pink“- oder „fink“-Laut, den er immer wieder von sich gibt. Die Amsel wiederum beeindruckt mit ihrem sehr variationsreichen und weithin hörbaren Gesang. Oft auf exponierter Stelle thronend „markiert“ sie auf diese Weise ihr Revier. Melodische Tonfolgen wechseln sich mit tiefen Flötentönen ab. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie meinen, zum Beispiel ein Handyklingeln wiederzuerkennen. Amseln kopieren Tonfolgen, die sie hören und nehmen sie in ihre Lieder auf.

Machen Sie im Frühling das Fenster weit auf oder setzen Sie sich ab und zu nach draußen: Auch Drosseln, Nachtigallen, Meisen, Zaunkönige und viele weitere fliegende Frühlingsboten singen Ihnen ein Lied der puren Lebensfreude!

 

 

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