Wie Völlegefühl entsteht

Wenn das Festessen die Verdauung strapaziert

Ein festliches Weihnachtsessen oder ein ausgedehntes Frühstück am Sonntag – wer sich so richtig den Magen voll schlägt, hat unter Umständen danach mit Völlegefühlen zu kämpfen. Der Bauch wird rund und fühlt sich an, als sei er gerade aufgeblasen worden. Alles steht unter Spannung, der Körper kann sich auf kaum mehr konzentrieren, als die Verdauung der Mahlzeit. In ganz extremen Fällen kann sich das Völlegefühl sogar zu Krämpfen hin steigern.

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So manches Essen liegt uns schwer im Magen – Mediziner bezeichnen das unangenehme Druckgefühl als „Völlegefühl“.

 

Tatsächlich ist fettiges Essen der Hauptgrund für das Völlegefühl. Rezeptoren im Magen reagieren nicht nur auf die Menge an Nahrung, sondern auch auf deren Art. Sie senden bei fettreichem Essen besonders viele Sättigungssignale ans Gehirn. Dort entsteht dann das unangenehme Völlegefühl.

 

Bewegung regt Verdauung an

Ein weiterer Grund für ein Völlegefühl kann unnatürlich viel Luft im Magen sein, die auch nicht richtig entweichen kann. In der Regel lässt aber das Völlegefühl auf jeden Fall nach, wenn die Verdauung voranschreitet. Um ihr ein wenig auf die Sprünge zu helfen, kann ein Spaziergang sehr nützlich sein. Ein Schnaps nach dem Essen ist jedoch, entgegen der weit verbreiteten Meinung, kontraproduktiv, weil der Alkohol den Magen nur betäubt, die Ursache des Völlegefühls aber nicht bekämpft.

 

 

Sollte das Völlegefühl regelmäßig auftreten und mit starken Beschwerden einhergehen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Vor allem in Verbindung mit starken Krämpfen und weiteren Verdauungsstörungen, kann das Völlegefühl auch ein Hinweis auf einen Reizdarm sein. Die Darmflora ist dann ernsthaft geschädigt und muss gegebenenfalls mit Medikamenten wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

 

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