Wadenkrämpfe - Ursachen und Maßnahmen

Wenn es in der Wade plötzlich sticht und zwickt

Bei einem Wadenkrampf handelt es sich um einen Muskelkrampf, bei dem sich der Wadenmuskel plötzlich zusammenzieht, ohne dass man selbst den Krampf hervorgerufen hat. Verbunden ist der Wadenkrampf mit starken Schmerzen, der Wadenmuskel ist verhärtet. Auch wenn der Krampf nachlässt, bleibt oft ein unangenehmes Gefühl in der Wade zurück, als hätte man einen Schlag auf diese Stelle bekommen. Wadenkrämpfe treten meist auf, wenn man im Bett liegt oder sitzt, sodass man unwillkürlich aufspringen muss. Viele überrascht der Wadenkrampf auch beim Sport – zum Beispiel im Schwimmbad im (kalten) Wasser.

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Es muss nicht immer das klassische Foul sein, dass einen Fußballer stoppt. Auch ein Wadenkrampf mitten im Spiel kann selbst Profis außer Gefecht setzen.

 

Ein Wadenkrampf ist keine Krankheit, allerdings können Wadenkrämpfe auf Mangelerscheinungen hinweisen und durchaus auf Erkrankungen hindeuten, etwa auf Diabetes oder Nierenschwäche. Vor allem ältere Menschen sind eher betroffen von Waden- und anderen Muskelkrämpfen.

 

Wie Wadenkrämpfe entstehen

Auch wenn die Ursachen eines Wadenkrampfes nicht immer bekannt sind, können die Gründe, die zu Wadenkrämpfen führen, sein:

  • Muskelbelastung und Muskelanspannung beim Sport (Überlastung)
  • Krampfadern
  • Nervenleiden
  • Kälte sowie kaltes Wasser im Schwimmbad
  • Flüssigkeitsmangel (zu wenig trinken)
  • Mangelernährung und Diäten (besonders Mineralstoffmangel)
  • Häufiger Alkoholkonsum
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Schwangerschaft
  • Medikamente und deren Nebenwirkungen

 

Schnelle Hilfe bei Wadenkrämpfen

Wenn Sie unter Wadenkrämpfen leiden, müssen Sie nicht gleich zum Arzt. Ratsam ist ein Arztbesuch jedoch, wenn Wadenkrämpfe regelmäßig und gehäuft auftreten oder wenn die Wade nach einem Wadenkrampf anschwillt. Auch, wenn die Krämpfe bei bestimmten Bewegungen auftreten und minutenlang anhalten und die empfohlenen Sofortmaßnahmen nicht helfen, sollten Sie zum Arzt gehen.

Wer Muskelkrämpfen vorbeugen möchte, sollte regelmäßig Ausdauersport oder Gymnastik betreiben oder Radfahren und Schwimmen. Sport hält die Muskeln gesund. Um Wadenkrämpfe in der Nacht zu vermeiden oder zumindest vorzubeugen, empfiehlt sich ein Abendspaziergang sowie ausreichend Flüssigkeit, etwa zwei Liter Wasser am Tag. Sie können zudem Ihre Wadenmuskeln vor dem Schlafengehen dehnen. Empfohlen wird, eine Nackenrolle beim Schlafen unter die Knie zu legen. Essen Sie möglichst Vollkornprodukte, denn sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß. Als Nahrungsergänzungsmittel hat sich Magnesium bei Wadenkrämpfen bewährt, vor allem, wenn die Muskelkrämpfe plötzlich nachts auftreten.

Als Sofortmaßnahmen bei Wadenkrämpfen wirken meist:

  • Zehen in Richtung Schienbein ziehen
  • Laufen und dabei fest auftreten
  • Fußsohle gegen die Wand drücken
  • Waden massieren
  • Waden warm oder kalt abduschen

 

Disclaimer
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