Wanderniere - Diagnose und Therapie

Wie die Nephroptose erkannt und behandelt wird

In einem allgemeinen Artikel hat sich trimeda bereits mit dem Thema Wanderorgane beschäftigt. Nun nimmt sich die Redaktion das spezielle Thema „Wanderniere“ vor. Wie werden die Symptome richtig erkannt und wie sieht eine mögliche Therapie aus? Wann ist eine Operation notwendig? Fragen über Fragen … Wir haben die Antworten:

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Was passiert, wenn die Niere wandert und nicht fest in unserem Körper verankert ist?

 

Die so genannte „Wanderniere“ wird in der Fachsprache mit dem Terminus „Nephroptose“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als eine zu große Beweglichkeit der Niere. Sie ist nicht richtig „verankert“ und kann sich daher z. B. beim aufrechten Stehen verschieben.

 

Schmerzen im Stehen – Linderung im Liegen

So wird eine „Wanderniere“ auch meistens erkannt: wer im Stehen Schmerzen hat, die im Liegen dann besser werden, sollte sich auf jeden Fall bei einem Arzt melden und untersuchen lassen, ob er eine „Wanderniere“ hat. Per Ultraschall oder Röntgenaufnahme im Stehen lässt sich herausfinden, ob wirklich eine „Wanderniere“ Grund für die Schmerzen ist, oder die Ursachen doch anderswo zu suchen sind.

Wie es zu dieser Erkrankung kommt, ist noch umstritten. Einige Fachleute vermuten einen Mangel an „Bindegewebe“ als Auslöser. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder eine verringerte oder stark nachlassende Muskelspannung im Nieren-Bereich diskutiert. Zudem tritt die Erkrankung häufig bei magersüchtigen Menschen auf, oder nach einem großen Gewichtsverlust. Als Ursache für die entstehenden Schmerzen vermuten die Ärzte die Abknickung der Gefäße in der Nieren.

 

Wie wird eine Wanderniere behandelt?

Wenn durch die „Wanderniere“ einfach nur leichte Schmerzen entstehen, wird sie meist gar nicht behandelt. Im Zweifel kann der Arzt noch Schmerzmittel verschreiben, um die Symptome zu lindern.

Erst wenn die Funktion der Niere eingeschränkt ist, oder sie so stark auf die Harnleiter drückt, dass das Wasserlassen zur Qual wird, kann eine OP notwendig sein. Unter Vollnarkose wird der Patient an der Flanke ein kleines Stück aufgeschnitten. Dann befestigen die Ärzte die Niere auf der richtigen Höhe.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.