Warum Katzen Delphine töten

Gefahr der Entstehung von aggressiven Keimen

Ein erschreckender Trend zeichnet sich in den letzten Jahren ab: Immer häufiger erkranken Meerestiere an Erregern des Menschen oder der seiner Nutz- und Haustiere. Vor allem Katzen werden so zu Killern des Meeres. Dazu muss sich noch nicht mal der Lebensraum der Tiere überschneiden. Das Ökosystem auf der Erde ist so komplex, dass Katzen tatsächlich zum Delphin-Killer werden.

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Katzen tragen Viren und Bakterien in sich. Sie sind daher auch immer ein potentieller Krankheitsüberträger. Und können auch weit entfernte Tiere gefährden, denn die Ökosysteme sind miteinander verbunden.

 

Das ist ein besonders drastisches Beispiel: Unter Delphinen wütet eine Toxoplasmose-Epidemie, die dafür sorgt, dass immer wieder verendete Delphine an die Küsten gespült werden. Der Erreger Toxoplasma gondii ist allerdings ein Parasit, der vor allem Katzen befällt und über den Katzenkot übertragen wird. Auch beim Menschen löst er eine Infektion aus – die sogenannte Toxoplasmose. In den meisten Fällen wird der Ausbruch der Krankheit gar nicht bemerkt, da der Verlauf sehr mild ist. Lediglich bei Frauen in der Schwangerschaft ist Toxoplasmose für das ungeborene Kind gefährlich. Bei Meerestieren wie Delfinen kann die Krankheit jedoch tödlich verlaufen und stellt somit eine unberechenbare Gefahr da.

 

Klärwerke arbeiten nicht gut genug

Wie der Erreger überhaupt ins Meer kommt, darüber streiten die Wissenschaftler noch. Fakt ist, dass der Parasit Toxoplasma gondii auch außerhalb des Katzenkörpers über Jahre hinweg überleben und auf ein neues Wirtstier warten kann. Wahrscheinlich ist, dass Abwässer nicht ausreichend geklärt werden und dann Verunreinigungen ins Meer spülen. Allerdings könnten auch Unwetter mit starkem Regen die Keime in die Flüsse und damit in die Meere transportieren.

Für den Menschen ergibt sich daraus eine realistische Gefahr, denn in Meeressäugern wie Delphinen, Fischottern oder Mönchsrobben kann es zu Mutationen bei den Keimen kommen und viel aggressivere Varianten entstehen. Gelangen diese dann durch ein Bad im Meer oder durch die Nahrungskette zurück zum Menschen, werden sie gefährlich. Für die aggressiven Keime gibt es keine Antibiotika. Systematische Untersuchungen entdeckten bereits mehrere gegen Antibiotika resistente Mutationen. Dieses Ausmaß macht Forscher nachdenklich. Sie schlagen nun Alarm, um in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen. Mit dem Beispiel der Delphin-Killer-Katze ist ihnen die Aufmerksamkeit gewiss.

 

Puffer- und Schutzzonen notwendig

Seit einiger Zeit verfolgen die Forscher diese Entwicklung. Sie finden rund um den Globus deutlich mehr Erreger. Kritiker sehen allerdings noch einen weiteren Grund. Früher waren viele Keime nicht bekannt und daher wurde auch nicht nach ihnen gesucht.

Um die Gefahr für die Meerestiere und damit auch für den Menschen zu verringern, müssen Kläranlagen weltweit verbessert werden. Zudem helfen Grünstreifen zwischen Zivilisation und dem Meer, um als natürliche Pufferzone einige Keime und Erreger heraus zu filtern.

 

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