Wetter-Kapriolen: Wie erkenne ich ein aufziehendes Gewitter?

So wissen Sie die Vorboten am Himmel zu deuten

Im Sommer stellt sich öfter die Frage: Kann ich schnell joggen gehen? Lohnt es sich noch, zum See zu fahren? Oder zieht doch schon ein Gewitter auf und es wäre besser, wenn ich zu Hause bleibe? Nicht immer stimmt der Wetterbericht mit dem tatsächlichen Wetter vor Ort überein. Das liegt auch daran, dass es sehr schwer ist, exakt vorherzusagen, wo und wann ein Gewitter entsteht. Gerade im Sommer können sich lokal sehr schnell kleinere Gewitter entwickeln. Nur größere Unwetterfronten sind einigermaßen präzise vorher zu sagen.

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Ein heftiges Gewitter zieht manchmal schnell auf. Doch mit einem geübten Blick zum Himmel können Sie die Vorzeichen richtig deuten und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

 

Anzeichen eines Gewitters

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf ein Gewitter hindeuten. Da wäre zum einen schwüle Luft – also die unangenehme Mischung aus hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Wolken bieten weitere Anhaltspunkte. Wenn sie nur breiter als höher am Himmel entlang schweben, handelt es sich lediglich um Schönwetter-Wolken. Meteorologen klassifizieren sie als Haufenwolken oder Cumulus-Wolken. Diese sind harmlos und deuten auf keinen Niederschlag hin.

Anders ist die Lage, wenn die Wolken höher als breiter sind – dann braut sich schlechtes Wetter, vielleicht sogar ein Gewitter, zusammen. Oft erinnert die Form dieser Wolken an einen Blumenkohl oder einen Amboss, der sich dunkel und bedrohlich am Firmament abzeichnet. Wetter-Experten bezeichnen solche Gewitterwolken als „Cumulonimbus“. Übrigens: Oft sind diese Wolken so groß, dass sie einen Durchmesser von zehn Kilometer erreichen und mindestens genauso hoch in die Atmosphäre ragen. Hier kondensiert die Feuchtigkeit nicht nur, sondern die Wassertröpfchen gefrieren zu Eiskristallen zusammen. So entsteht u. a. Hagel. Große Gewitterfronten gehen neben dem Hagel mit Starkregen einher. Da es im Inneren solch eines Gewitters sehr turbulent zugeht, umfliegen Flugzeuge aus Sicherheitsgründen die Unwetter.

 

 

Eindeutige Zeichen

Auch der Blick auf ein Barometer kündet von einem nahenden Gewitter. Sinkt der Luftdruck zunächst rapide ab und steigt dann wieder rasch an, ist ein Gewitter im Anmarsch. Dieses Phänomen wird auch „Gewitternase“ genannt. Offensichtliche Anzeichen sind natürlich ebenso fernes Donnergrollen oder erstes Wetterleuchten. Einige Menschen sind auch wetterfühlig und reagieren auf den sich schnell ändernden Luftdruck mit Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein. Wer in der Natur unterwegs ist, kann aus dem Verhalten der Tiere Rückschlüsse ziehen. Hunde können unruhig werden, Vögel verstummen und Mücken werden noch aufdringlicher.

 

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