Wichtige Heilkräuter und Heilpflanzen für Arzneitees

KraeuterteeZunächst: Heilkräutertees sollten immer Schluck für Schluck getrunken werden (kleine Schlucke). Wenn möglich, auf nüchternen Magen trinken oder zwei Stunden nach dem Essen. Kräutertees nie länger als einen Monat trinken. Erscheint Ihnen der Kräutertee ungenießbar, können Sie ihn durchaus ein wenig süßen mit Honig oder Zitronensaft.

Bildquelle: Sigrid Rossmann / pixelio.de
Kräutertees sind bei vielen Beschwerden eine sanfte Alternative.

 

Anis

Anis

Ein Teelöffel frische Kräuter (Anis-Frucht) mit ½ Liter Wasser aufkochen und gute zehn Minuten ziehen lassen. Anis wird angewendet bei Blähungen, Koliken, Menstruationsbeschwerden und Bauchkrämpfen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Bronchitis und Magen-Darm-Beschwerden.

Baldrian

Baldrian

Ein Teelöffel Baldrianwurzel mit ½ Liter heißem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Baldrian wird angewendet bei Angstzuständen, Kopfschmerzen und Nervosität. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Unruhe und Einschlafstörungen. Baldrian verringert die Verkehrstüchtigkeit, fahren Sie besser nicht mit dem Auto.

Fenchel

Fenchel

Ein Teelöffel Fenchel-Früchte (zerdrückt) mit ½ Liter Wasser aufbrühen. Etwa zehn Minuten ziehen lassen. Fenchel wird angewendet bei Erbrechen, Blähungen und Bauchkrämpfen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung Bronchitis und Magen-Darm-Beschwerden. Mit Fenchel-Öl können Sie bei Blähungen auch Ihren Bauch einreiben. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei kleinen Kindern nicht verwenden.

Hopfen

Hopfen

Ein Teelöffel Hopfenblüten mit 150 Milliliter Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Hopfen wird angewendet bei Menstruationsbeschwerden und Kopfschmerzen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Angstzuständen, Nervosität, Unruhe und Schlafstörungen. Hopfen verringert die Verkehrstüchtigkeit.

Johanniskraut

Johanniskraut

Zwei Teelöffel Johanniskraut mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Johanniskraut wird angewendet bei einer Bronchitis. Johanniskraut-Öl können Sie anwenden bei Rheuma oder Gicht. Als Salbe wird Johanniskraut angewendet als Hautpflegemittel oder zu Wundheilung. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei depressiven Verstimmungen und bei einer Winterdepression.

Kamille

Kamille

Ein halber Teelöffel Kamillenblüten mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Kamille wird äußerlich verwendet bei Akne, Furunkeln und Hämorrhoiden und innerlich bei Blähungen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Wunden, bei erkrankten Atemwegen und bei einer Schleimhautentzündung.

Melisse

Melisse

Zwei Teelöffel Melissenblätter mit 1/8 kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Melisse wird angewendet bei Nervenleiden, Magenbeschwerden und äußerlich bei Rheuma. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Lippenherpes, Unruhe, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen und Angespanntheit.

Pfefferminze

Pfefferminze

Zwei bis drei Teelöffel mit 150 Milliliter heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Pfefferminz-Öl kann sowohl inhaliert und eingerieben als auch eingenommen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte Pfefferminzöl nicht verwendet werden. Pfefferminze, innerlich als Öl, wird angewendet bei Übelkeit, Reizdarm, Husten oder Erkältungen. Äußerlich wird es angewendet bei Kopfschmerzen und Rheuma. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Blähungen und Verdauungsstörungen.

Ringelblume

Ringelblume

Ein Teelöffel trockene Ringelblumen-Blüten mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Äußerlich wird die Ringelblume verwendet bei Wunden sowie bei Menstruationsbeschwerden und Magen-Darm-Erkrankungen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei infizierten Wunden (Wundreinigung) und bei Hautentzündungen.

Salbei

Salbei

Ein Teelöffel getrocknete Salbeiblätter mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Salbei wird verwendet bei Blähungen, Durchfall sowie äußerlich bei Entzündungen im Mund und Rachen. Stillende Frauen sollten keinen Salbeitee trinken. Wissenschaftlich belegt ist Wirkung bei Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden und Rachenentzündungen.

Weißdorn

Weißdorn

Ein Teelöffel Weißdorn-Blätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Weißdorn wird verwendet bei Schwindel. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei nervösen Herzbeschwerden.

 

weitere Bildquellen:

  • Anis gegen Blähungen. Von: Uschi Dreiucker / pixelio.de
  • Baldrian beruhigt. Von: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
  • Fenchel gegen Magenkrämpfe. Von: Harry C / pixelio.de
  • Hopfen gegen Schlafstörungen. Von: Maria Lanznaster / pixelio.de
  • Johanniskraut bei Depressionen. Von: Sue Schi / pixelio.de
  • Kamille zur Hautpflege. Von: Alexandra H. / pixelio.de
  • Melisse gegen Nervenleiden. Von: Kirstin Jungmann / pixelio.de
  • Pfefferminze bei Erkältungen. Von: Sigrid Rossmann / pixelio.de
  • Ringelblumen bei Wunden. Von: Silke Bogorinski / pixelio.de
  • Salbei gegen Halsweh. Von: Uschi Dreiucker / pixelio.de
  • Weißdorn bei Herzbeschwerden. Von: A. Kern / pixelio.de

 

disclaimer