Wie entsteht die Volkskrankheit

Großangelegte Studie zur Gesundheit der Deutschen geplant

Das Bundesforschungsministerium plant gewaltiges. 400.000 Briefe werden Anfang kommenden Jahres verschickt. Das Ziel ist klar formuliert: die größte Gesundheitsstudie Deutschlands wollen die Forscher auf die Beine stellen. Um Ursachen und Mechanismen hinter Volkskrankheiten zu entdecken, dafür werden 200.000 Einwohner untersucht.

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Für die große Gesundheitsstudie sollen 200.000 Deutsche befragt und ihre medizinischen Daten erfasst werden. So wollen Wissenschaftler der Entstehung von Volkskrankheiten auf die Spur kommen.

 

Vorsorge verbessern, Krankheiten verstehen

Dabei interessieren sich die Autoren der Studie für die sogenannten Volkskrankheiten. Als solche bezeichnet werden Krankheiten, die zwar der Gesellschaft auf Grund von Behandlungskosten, Ausbreitung, Anspruch auf Lohnausgleich und ähnlichem merklich zur Last fallen, aber keine epidemische Verbreitung aufweisen. In Deutschland wären das zum Beispiel Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Doch was genau begünstigt diese Volkskrankheiten? Wer leidet darunter? Wie kann präventiv eingegriffen werden? Das sind die Fragen, auf die sich die Forscher mit der Studie Antworten erhoffen. Dafür sollen die 200.000 freiwilligen Teilnehmer untersucht werden. Sie können sich nach der Untersuchung entscheiden, ob sie ihre Ergebnisse erfahren wollen oder nicht.

 

20 Jahre dauert die Untersuchung

An 18 Studienzentren, in der Regel an Universitäten, sollen die Probanden medizinisch untersucht werden. Nach etwa vier bis fünf Jahren folgt dann die zweite Einladung zu einer Folgeuntersuchung. Insgesamt soll die Studie 20 Jahre lang fortgeführt werden. Durch diesen langen Beobachtungszeitraum erhoffen sich die Forscher besonders hilfreiche Daten über die Entstehung und Entwicklung von Volkskrankheiten.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka von der CDU baut fest auf die Mitarbeit der Bevölkerung und hofft, dass schnell alle nötigen Teilnehmer gefunden werden. „Das Forschungsprojekt wird uns ein gesünderes Leben ermöglichen“, so Wanka. Ihr Ministerium stellt 210 Millionen Euro zu Verfügung, um die „Nationale Kohorte“ zu finanzieren. Neben 14 Bundesländern ist auch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren in die Studie mit eingebunden. Auf einer eigens eingerichteten Webseite gibt es detaillierte Informationen zum Ablauf.

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