Wie entsteht Lippenherpes?

Das Herpesvirus ist weit verbreitet

Lippenherpes kennt jeder, auch wenn nicht jeder davon betroffen ist. Wer Herpes einmal hatte oder regelmäßig bekommt, kennt das unangenehme, mitunter schmerzhafte Gefühl. Zudem sieht Herpes unästhetisch aus, umso schlimmer, dass es für jeden sichtbar ist.

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Lippenherpes kündigt sich an: Erst spannt und schmerzt an der Lippe. Und dann entwickelt sich langsam das Herpesbläschen. Das Herpesvirus ist weit verbreitet. Wer es einmal hat, wird es nicht mehr los.

 

Bei Lippenherpes handelt es sich um Fieberbläschen, die ausgelöst werden durch den Herpes-simplex-Virus vom Typ 1. Diese Lippenbläschen sind hoch ansteckend, sie sind aber vergleichsweise harmlos. Gefährlich werden kann Herpes höchstens für Säuglinge, HIV-Patienten oder Menschen, die an Neurodermitis leiden. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden, der Blut abnimmt und ein Virostatikum verschreibt. Bei einer Immunschwäche kann es durch Herpes zu einer Lungenentzündung kommen. Gehören Sie nicht zu den genannten Fällen, brauchen Sie keinen Arzt aufsuchen, es sei denn, die Bläschen breiten sich auch unter den Augen aus oder sind nach zwei Wochen noch nicht abgeheilt.

 

 

Herpes-Virus steckt in uns

Zunächst: Lippenherpes kann jeden treffen. Denn 90% aller Erwachsenen tragen das Herpes-Virus in sich. Doch nur etwa 1/3 der Träger bekommt Lippenherpes. Es gibt tatsächlich Menschen, die nie Herpes bekommen und sich auch nicht anstecken. Schon im Kindesalter können Sie sich mit dem Herpes-simplex-Virus infizieren. Über die Haut oder die Mundschleimhaut gelangt das Virus in den unseren Körper. Es wandert in die Nervenzellen und verharrt dort, bis es ausbricht. Wirksame Medikamente, um das Herpes-Virus auszurotten oder gar Impfungen gegen Herpes gibt es nicht.

Lippenherpes bricht bei vielen regelmäßig aus, bei einigen einmal im Jahr. Sobald das Immunsystem geschwächt ist, hat das Herpes-Virus freie Bahn. Schuld an einer Immunschwäche können sein: Infekte, Stress, Angst, Regelblutungen oder Sonne. Zunächst macht sich Lippenherpes durch ein Kribbeln bemerkbar, langsam wird ein Bläschen sichtbar.

Da Herpes ansteckend ist und sich schnell auf andere Menschen übertragen kann, sollten Sie Körperkontakt vermeiden, vor allem zu Kleinkindern. Küssen verboten, heißt es bei Lippenherpes. Verwenden Sie extra Besteck, separate Handtücher und waschen Sie sich stets gründlich die Hände. Ihre Partnerin oder Ihr Partner sollte nicht aus dem gleichen Glas trinken. Auch durch Niesen oder Husten können Herpes-Viren übertragen werden. Auf Ihre Kontaktlinsen sollten Sie in dieser Zeit verzichten, raten Mediziner, damit es zu keiner Infektion im Auge kommt.

 

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