Zahl der rauchenden Jugendlichen hat sich in elf Jahren mehr als halbiert

Raucher ist nicht mehr so cool wie früher

Deutsche Jugendliche greifen immer seltener zum Glimmstängel – das verraten die neuesten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), die jedes Jahr eine Studie zum Thema Rauchen veröffentlicht. Demnach hat sich die Zahl der rauchenden Heranwachsenden seit 2001 mehr als halbiert. 2011 waren es gerade einmal 11,7 Prozent. Zwar stieg die Zahl im Folgejahr leicht auf zwölf Prozent, blieb damit aber immer noch deutlich unter dem Wert von 2001, als etwa 27,5 Prozent aller Jugendlichen rauchten.

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Qualmende Zigaretten. Für Jugendliche gar kein so großes Thema mehr. Aufklärungskampagnen schlagen an. Rauchen ist „uncool“ geworden.

 

Auch Erwachsene rauchen weniger

Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 27 Jahren ging die Anzahl an Rauchern ebenfalls deutlich zurück, wenngleich nicht so rasant wie bei der jüngsten Altersgruppe. 2001 waren es hier 44,5 Prozent, 2012 nur noch 35,2 Prozent.

Unter beiden Altersgruppen fällt auf, dass sich die moderne E-Zigarette keiner großen Beliebtheit erfreut. Unter den jungen Deutschen ist zwar drei Vierteln der Name „E-Zigarette“ ein Begriff, in den letzten 30 Tagen haben aber nur etwa ein Prozent eine elektronische Zigarette geraucht.

 

Bildung und Erwerbstätigkeit haben Einfluss auf den Zigaretten-Konsum

Zwischen den Geschlechtern ergab die Studie keine signifikanten Unterschiede im Rauchverhalten – wohl aber beim Thema Bildung. Während in der Hauptschule 16,7 Prozent rauchten, waren es in der Realschule nur 10,9 Prozent und in der Sekundarstufe I des Gymnasiums sogar nur 6,9 Prozent. Auch die Arbeitssituation hat ihren Einfluss: So rauchen Arbeitslose deutlich häufiger als Erwerbstätige.

Ebenfalls erfreulich: Die Zahl der „Nie-Raucher“, also jener Menschen, die in ihrem ganzen Leben noch nicht eine Zigarette geraucht haben, stieg in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich an. Stolze 71,7 Prozent der Jugendlichen gaben an, noch nie an einem Glimmstängel gezogen zu haben. Vor elf Jahren waren es gerade einmal 40,5 Prozent gewesen. 2012 waren es bei den jungen Erwachsenen 32,4 Prozent, die noch nie geraucht haben, während 2001 nur 23,1 Prozent zu den „Nie-Rauchern“ zählten.

 

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